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Deutsche Zahnärzte warnen vor MIH ( Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation)- der sogenannten Kreidezähnen.
 
Lange Zeit war Karies die weit verbreitetste Mundkrankheit bei Schülern in Deutschland. Allerdings leiden jetzt immer mehr Kinder unter porösen Zähnen, bei denen sich der Zahnschmelz nicht richtig ausgebildet hat. Bei den 12-jährigen ist mittlerweile sogar jeder Dritte betroffen. 

Bei der Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH) beziehungsweise den sogenannten Kreidezähnen ist die Zahnoberfläche verfärbt, rau und schmerzt manchmal bei Berührung. Kreidezähne haben weißlich-cremefarbige bis gelblich-braune Flecken. Der Zahnschmelz ist nur ein Zehntel so dick wie bei normalen Zähnen. Meistens sind die ersten bleibenden Backenzähne, sowie die Frontzähne im Unterkiefer vom MIH betroffen. 

Bei Untersuchungen von Grundschülern wurde eine mittlere Häufigkeit von zehn Prozent ermittelt, allerdings mit erheblichen regionalen Schwankungen, die von vier Prozent (Greifswald) bis hin zu 15 Prozent (Düsseldorf) reichten. Obwohl die Zahl der Betroffenen wächst, wissen Mediziner bislang nur wenig über die Krankheit. Auch die Ursachen sind bis heute noch ungeklärt.

Was man allerdings weiß ist, dass Kreidezähne nie wieder gesunde Zähne sein werden und besonders anfällig für Karies sind. Wir empfehlen deshalb eine intensive Pflege und Stärkung des Zahnschmelzes mit fluoridhaltiger Zahnpasta und bei Bedarf eine fluoridhaltige Mundspüllösung oder ein Fluorid-Gelee ab dem 6. Lebensjahr. Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind an MIH erkrankt ist, sprechen Sie uns gerne an. 

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